Schottland

Fotoreise 2019

Schottland 2019

Eine unvergessliche Reise mit bleibenden Eindrücken.

Im Sommer 2019 unternahm ich meine erste geplante Fotoreise nach Schottland, die genau eine Woche dauerte. Angefangen über Edinburgh, Dundee, Aberdeen, KeithNarin und Lochness, ging es weiter Richtung Isle of Raasay, Glasgow und wieder zurück nach Edinburgh.
Für mich war es nicht wichtig, die besten Foto-Hotspots zu suchen, sondern mich einfach treiben zu lassen, um eigene Motive und Inspirationen zu finden. Im Vorfeld meiner Reise hatte ich alle Hotels vorab gebucht. Dies betrachte ich im Nachhinein eher als Nachteil, denn durch die festen Buchungen habe ich nicht genügend Zeit gehabt, spontane Ziele anzusteuern und einzigartige Landschaften noch näher auszukundschaften.
Schottland hat mich schlicht umgehauen und sehr beeindruckt. Das liegt einerseits natürlich an der Landschft, aber besonders an der lebendigen Freundlichkeit der Bewohnerinnen und Bewohner. Ich würde jederzeit wieder hinreisen!

 

Edinburgh

Eine Stadt, in der Geschichte gelebt wird.

Direkt nach meiner Ankunft am Flughafen habe ich meinen Mietwagen abgeholt und nach gut zwei Tagen habe ich mich an den Linksverkehr gewöhnt. Da ich gleich zu Beginn der Reise zwei Nächte in Edinburgh gebucht hatte, war genügend Zeit, die Stadt mit der Kamera zu erkunden.
Besonders reich an Motiven bietet sich das „Edinburgh Castle“ an. An diesem wird jeden Tag pünktlich um ein Uhr ein Schuss aus einer Kanone abgegeben. In diesem Moment verharren die meisten Besucher an der Burg und warten auf den Knall. Es war interessant, so viele Handys und Fotoapperate in der Luft zu sehen und diesen Augenblick der Sehnsucht nach einem tradierten Schauspiel als Moment einzufangen.
Edinburgh – eine Stadt, die vor Mythen und spannenden Geschichten nur so strotzt … und in der es sogar spuken soll!

Dunnottar Castle

Fotomotiv der besonderen Art.

Ein Highlight der Reise war definitiv das Dunnottar Castle, an der Ostküste zwischen Dundee und Aberdeen gelegen. Allerdings sollte man dafür schon ein wenig Puste mitbringen. Denn wer auf das Dunnottar Castle will, muss rund 200 Stufen erklimmen – und das jeweils auf dem Hin- und Rückweg.
Das Dunnottar Castle liegt malerisch direkt an der Küste am Meer. In früheren Zeiten wurden hier einmal die schottischen Kronjuwelen versteckt – das kann man sich vor Ort sehr gut vorstellen, denn die Belagerung war an solch einem besonders gelegenen Ort sicher nicht einfach.
Fotografisch bietet die Burg enorm viele Motive, einerseits durch die imposante Umgebung, aber auch durch das Innere der Anlage, das viele Möglichkeiten eröffnet, seinen Blick für kleine architektonische Highlights zu schärfen.
In der Nachbearbeitung haben mir diese Bilder viel Raum gelassen, die Atmosphäre der Burg durch einen besonderen Look noch zu verstärken.

Isle of Skye

Landschaften Hautnah erleben.

Nach Aberdeen, Strathisla Whisky-Destillerie in Keith, Nairn an der Nordküste und Lochness, führte der Weg weiter über Isle of Sky direkt zu meinem gebuchten Hotel auf der Isle of Raasay, die nur mit der Fähre erreichbar ist. Das Hotel „Isle of Raasay Distillery“ auf dieser Insel war meine Herberge für eine Nacht inklusive Führung nach dem Frühstück.

Vormittag erkundete ich noch die Insel mit der Kamera, allerdings nur soweit ich mit dem Mietwagen festen Untergrund hatte. Ab einem bestimmten Punkt sind viele Wege und  interessante Fotostandpunkte nur zu Fuß erreichbar.

Der Friedhof Raasay House hat mich völlig in seinen Bann gezogen. Mit vermosten Grabsteinen und alten Innenschriften sowie einer kleinen Kapelle, die nur noch eine Ruine ist, hat man hier Zeit sich auf kleine Details zu konzentrieren.

Mittags ging es weiter Richtung Glasgow über die Isle of Skye. Dort kann man einfach einen tiefen Atemzug nehmen, den Blick über die Berge schweifen lassen und seinen Fußabdruck im weichen Moos hinterlassen – Traumhaft.

Ich weiß nicht mehr, wie oft ich spontan angehalten habe, um immer wieder neue Motive mit der rauen Landschaft und dem saftigen Grün einzufangen. Für jeden Liebhaber der Landschaftsfotografie wird die Isle of Skye beim einem Fototrip durch Schottland ein absolutes Muss sein.

Nairn

Nairn wuchs um ein altes Fischerdorf an der Mündung des Flusses Nairn in den Moray Firth. Im Viktorianischen Zeitalter war Nairn ein Heilbad. Auf Grund der weiten Sandstrände und des günstigen Klimas ist Nairn ein beliebter Ferienort.Charlie Chaplin verbrachte seine Urlaube häufig in Nairn. Nairn ist Verwaltungssitz der traditionellen Grafschaft Nairnshire, die bis 1975 als Verwaltungsgrafschaft bestand.

Strathisla Distillery

Im Jahre 1786 gründen George Taylor und Alexander Milne die heutige Destillerie unter dem Namen Milltown oder Milton, die 1830 von William Longmore übernommen wurde.

George Jay Pomeroy, Besitzer der Destillerie im Jahre 1949, musste wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis und brachte damit die Existenz der Brennerei in Gefahr. Die Firma Chivas Brothers Ltd. übernahm nach einer Versteigerung die Destillerie und nannte sie wieder Strathisla

Isle of Raasay

Sehenswürdigkeiten sind die Überreste eines Brochs, die Ruinen von Brochel Castle, Menhire, piktische Steine, das alte Haus des Grundherren Raasay House und viele Wanderwege. Raasay ist die Heimat der Raasay-Wühlmaus, einer Unterart von Myodes glareolus, die nur auf dieser Insel heimisch ist. Es gibt außerdem sehr viele verschiedene Pflanzenarten, zahlreiche Vogelarten und eine große Population an Ottern.

Langzeitbelichtung

Loch Ness

 

 

Friedhof

von

Keith

 

Glasgow

Faszinierende Industrie-Geschichte.

Glasgow war auf meiner Schottland Rundreise mein letztes Ziel, weil ich mich bewusst für einen Städte-Trip der besonderen Art entschieden hatte. Die größte Stadt Schottlands kämpft mit dem eher negativ behafteten Image einer Arbeiterstadt und muss ständig, dem Vergleich mit dem besser bekannten Edinburgh aushalten. Aber genau dieser Grund reizte mich das Stadtleben mit meiner Kamera zu erkunden und auf meinen Fotos festzuhalten. 

Glasgow ist reichhaltig an historischer und moderner Architektur, mit vielen alten Gassen und modernen Gebäude in den alten umgebauten Docks. Besonders die vielfältigen Wandmalereien von berühmten Künstlern die in der ganzen Stadt zu finden sind haben eine besondere Anziehung auf mich ausgeübt.  

Diese Stadt hat devinitiv mehr Zeit verdient, aber wie schon Eingangs erwähnt, durch meine festen Hotelbuchungen und der feste Zeitplan, musste ich leider dies Stadt frühzeitig verlassen und musste somit viel Motive liegen lassen.

 

Arthur Wellesley

Das Denkmal wurde im Jahre 1844 in Gedenken an Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington von Carlo Marochetti geschaffen, der auch die Queen Victoria Statue und die Prince Albert Statue am George Square entwarf. Seit spätestens Mitte der 1980er Jahre ist es üblich, das Haupt der Statue mit einem Leitkegel verdeckt zu sehen. Obschon Ordnungsdienste die Kopfbedeckung regelmäßig entfernen, setzen Unbekannte sie stets wieder auf.

Fluss Clyde

Der Fluss Clyde zählt zu den längsten Flüssen der britischen Inseln und durchzieht das Stadtzentrum von Glasgow. Er prägt er das Erscheinungsbild der schottischen Metropole Glasgows wesentlich und stellt ein beliebtes Ausflugsziel dar.

University of Glasgow

Die „University of Glasgow“ ist eine ware Pracht für Motive jeglicher Art. Das Gelände umfasst ein riesiges Areal an Innenhöfen und Ausstellungen. Das sind Orte für die man viel Zeit braucht.  

Glasgow Authentisch

Glasgow galt einst als die Mörder-Hauptstadt Westeuropas. Doch das hat sich seit Beginn des neuen Jahrhunderts gründlich geändert. Aus dem einstigen „Sorgenkind“ Glasgow ist nun Schottlands sympathischste Stadt geworden – nicht immer schön und glatt, sondern ehrlich und rau. Genau das macht Glasgow so authentisch.

Bill Bryson

Der Autor Bill Bryson etwa beschrieb Glasgow nach einem Besuch in den 1970ern als „schwarz, schäbig und trostlos“. Ab den 1980ern begann man, zunächst noch zögerlich, die Stadt wieder auf Vordermann zu bringen. Alte Gebäude wurden stilvoll renoviert, die herrlichen viktorianischen Gebäude wurden praktisch komplett sandgestrahlt!

Aufbruch und Modernität

Heute steht Glasgow, im Gegensatz etwa zu Edinburgh, eher für Aufbruch und Modernität. Der Aufwand scheint sich gelohnt zu haben. 1990 erhielt die Stadt den Titel Europäische Kulturhauptstadt, 1999 war sie UK City of Architecture and Design, 2003 Europäische Sporthauptstadt, 2008 UNESCO City Of Music und 2014 durfte sie die bedeutenden Commonwealth Games austragen.

Danke Schottland

we’ll meet Again

Eine aufregende und wunderschöne Reise voller neuer Eindrücke und unvergesslicher Erfahrungen geht zu Ende. Schottland ist eine absolute Empfehlung, um seine fotgrafischen Kenntnisse –  von Streetfotografie bis hin zur Landschaftsfotografie – weiter auszubauen und zu festigen.

Nehmen Sie sich viel Zeit, dieses Land zu erkunden  – natürlich auch ohne Fotoapperat.

Was mich angeht, wird es nicht meine letzte Reise in dieses Land sein. Besonders die Lebensweise der Bewohner und Ihre offene Art zu fremden Menschen haben mich einerseits fasziniert aber auch überzeugt, in einem wunderbaren Land Gast sein zu dürfen.

Sollte mein Beitrag Ihr Interesse geweckt oder sollten Sie Fragen zu meinen Fotos haben, dann folgen Sie meinem Blog zu dieser Reise oder schreiben Sie ein Kommentar auf der Projektseite.

Enrico Hegedüs

ENRICO HEGEDÜS

Der Fotograf hinter der Kamera.

Ich bin in der Lausitz aufgewachsen und wohne heute in Hoyerswerda. Vor mehr als zehn Jahren begann ich mich intensiver mit der Fotografie zu beschäftigen. Die Leidenschaft für atmosphärische Motive und die Vielfältigkeit der technischen Umsetzung von Bildmotiven haben mich zunehmend dazu inspiriert, Reisen fotgrafisch festzuhalten und auf meiner Hompage zu präsentieren.

Fotografie bedeutet für mich,  kreativ auf meine Art und Weise zu sein und die erlebten Erinnerungen zu konservieren. Sicher – es sind schon viele Fotos an den faszinierenden Orten dieser Erde gemacht worden, und doch hat jedes Foto seine ganz eigene Geschichte. Und genau diese Geschichten und einzigartigen Momente möchte ich mit anderen Menschen teilen.