6 Tage Camper Van, 1300 km

 

Von Hoyerswerda aus war die Anreise sehr entspannt direkt zum Moselcampingplatz in Traben-Trabach. Oscar war nach dem Frühstück bereit die knapp 700 km ein einem Ruck zu bewältigen, was für uns auch ein angenehme Tour bis in den späten Nachmittag war.

Mosel – Traben Trabach – Moselcamping

„Wer die Wahrheit im Wein finden will, darf die Suche nicht gleich beim ersten Glas aufgeben“

Unsere zweite große Tour aus unserer einheimischen Lausitz heraus führte uns an die Mosel. Dieses Ziel haben wir aufgrund einer Empfehlung von Campernachbarn auf einem Kurstrip an den Mochowsee im Spreewald bekommen. Die Buchung auf dem Moselcampingplatz hatten wir schon Anfang August vorsorglich getätigt, um in weiser Voraussicht und aus Erfahrung heraus einer Absage aufgrund zu spontaner Anfrage zu entgehen.

Den Stellplatz konnten wir bei der Buchung schon online aussuchen. Für die Jahreszeit war der Campingplatz-Moselcamping doch sehr gut gefüllt und nicht alle anreisenden Wohnmobile hatten einen Zuschlag für diesen Campingplatz bekommen. Nach der Ankunft und dem Herrichten der Terrasse vor Oscar, haben wir mit den Fahrrädern auch gleich die Mosel-Stadt Traben-Trabach erkundet. Der Ort ist nur über eine Brücke zugänglich und somit ist das Benutzen der ausgebauten Fahrradwege auf beiden Seiten des Flusses keine Herausforderung. Der Wettergott hatte es mit uns die ganze Woche sehr gut gemeint, nur die Nächte waren natürlich Mitte September schon sehr kühl und feucht. An dieser Stelle möchte ich unbedingt unsere verbaute Heizung „Truma Kombi 6“ erwähnen, die im Oscar tadellos und zügig ihre Dienste leistet. Im Gasbetrieb entwickelt sie nach ca. 10 min schon eine angenehme Temperatur; mit 220V Landstrom dauert es vielleicht 5 min länger. 

Traben-Trarbach ist der Heimatort einer einzigartigen Buddha-Sammlung, welche mit einer Ausstellung im Moseltal die faszinierende Welt des Buddhismus beleuchtet; ein Besuch ist absolut empfehlenswert. In einer Woche haben wir zwei längere Fahrradtoren an der Mosel unternommen, die eine flussab- und die andere flussaufwärts. Die steilen Hänge der Flusstäler sind dicht mit Reben bepflanzt, und die Mosel selbst mit ihrem geschwungenen Flusslauf präsentiert sich in einem romantischen Gesamtbild. Natürlich ist in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit zu erwähnen, den angebauten Wein in unzähligen kleinen Weinlokalen rechts und links des Ufers zu genießen. Da wir nicht die die absoluten Weinspezialisten sind, werden wir auch somit keine Empfehlung aussprechen. Hier gilt: Einfach selbst ausprobieren und den heimischen Vorrat wieder etwas auffüllen. 

Wie kann man die Mosel schöner entdecken, als auf einer unvergesslichen Schifffahrt? Dies taten wir mit dem Ziel „Bernkastel-Kues“ direkt von Traben-Trabach aus und wieder zurück. Auf so einer Fahrt mit einem Glas Wein in der Hand, hat man die Möglichkeit die Landschaft anders wahrzunehmen und sich dabei etwas fallen zu lassen. Auf dem doch relativen kurzen Teilstück der Mosel haben wir sehr viel Campingplätze an den Ufern entdeckt. Für Camping-Enthusiasten bietet die Mosel viele Möglichkeiten einen Stellplatz für eine Nacht oder auch mehrere Nächte zu finden. Wir haben diese Orte mit der „Par4Night App“ abgeglichen und einige als Favoriten abgespeichert.

Bernkastel-Kues ist ein bezaubernder mittelalterlicher Ort mit vielen Möglichkeiten zum Bummeln oder um in den gemütlichen Weinstuben die Atmosphäre der Mosel zu genießen. Besonders empfehlenswert ist das „Café K“, in einer Villa eingebetet mit einem romantischen Garten und sehr freundlicher Bedienung. Die Kuchen und Kaffee-Spezialitäten sind aus regionalen Produkten hergestellt und allesamt frisch zubereitet. Wir hatten einen wunderschönen Platz im Garten und haben diesen genussvollen Moment auch digital festgehalten.

Fazit nach einer Woche Mosel-Camping mit Oscar: wir kommen definitiv wieder.

 

 

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Abschließend

Der zweitlängste Nebenfluss des Rheins ist landschaftlich eine Augenweide, ob man wandert zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Umgebung erkundet, für jeden induvialisten ist hier etwas dabei. Unser Campingplatz direkt am Wasser haben wir in allen Zügen genossen, eine Woche Mosel ist natürlich zu kurz. Aber diesen Ort möchte man eigentlich nicht wieder verlassen …

Über mich

ENRICO HEGEDÜS

Ich bin in der Lausitz aufgewachsen und wohne heute in Hoyerswerda. Vor gut zehn Jahren begann ich mich intensiver mit der Fotografie zu beschäftigen.

Fotografie bedeutet für mich, Augenblicke festzuhalten. Natürlich sind schon viele Fotos an den faszinierenden Orten dieser Erde gemacht worden, und doch hat jedes Foto seine ganz eigene Geschichte. Und genau diese Geschichten bzw. einzigartigen Momente möchte ich gerne mit anderen Menschen teilen.

VanLife – Oscar on Tour – September 2021

Enrico Hegedüs

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